In der aktuellen Corona Krise stellen sich nicht nur für die Arbeitnehmer, sondern auch für die Unternehmer bzw. Arbeitgeber viele Fragen rund um das Kurzarbeitergeld. Welche Bedingungen gelten und wie wird es berechnet?

Corona und die Arbeitswelt

Corona – ein Thema, das um die Welt geht und vor allem die Wirtschaft stark beeinflusst. Vor allem die Arbeitnehmer müssen sich nun an die neue Situation gewöhnen und die Kurzarbeit prägt das Arbeitsleben. Aber wie genau ist das Kurzarbeitergeld aus der Sicht der Unternehmer zu sehen?

Für Unternehmer sind vor allem die Bedingungen von großer Bedeutung, die darüber entscheiden, ob den Mitarbeitern der Firma das Kurzarbeitergeld zusteht. Die Grundlage bietet die Regelung, dass mindestens 10% der Angestellten des Unternehmens einen Ausfall des Entgeltes von mehr als 10% haben müssen. Auch Leiharbeiter des Unternehmers können in die Kurzarbeit gehen.

Besonders wichtig ist es für den Unternehmer, diese Voraussetzungen zu überprüfen, um dann die Erstattung von Kurzarbeitergeld zu beantragen. Die Hürden, die für Kurzarbeit gelten, haben sich durch die Corona Krise deutlich verändert und bieten nun für mehr ArbeitnehmerInnen die Möglichkeit  für Kurzarbeitergeld.

Was kostet die Kurzarbeit den Arbeitgeber?

Dass viele der Angestellten aufgrund der Corona Krise und der Kurzarbeit auf einen bestimmten Anteil ihres Einkommens verzichten müssen, scheint deutlich zu sein. Aber auch als Unternehmer können zusätzliche Kosten aufkommen. Wie viel kostet die Kurzarbeit nun den Arbeitgeber?

Der Arbeitgeber ist laut Gesetz dazu verpflichtet, den Angestellten die Auszahlung von Kurzarbeitergeld vorzustrecken. Das Kurzarbeitergeld wird an die Arbeitnehmer steuer- und sozialversicherungsfrei ausgezahlt. Der Arbeitgeber ist aber nicht von der Zahlung der auf Kurzarbeitergeld anfallender Sozialversicherungbeiträge befreit. Jeden Monat in dem Kurzarbeit angefallen ist muss innerhalb einer dreimonatigen Frist ein Antrag auf Erstattung an die Agentur für Arbeit gestellt werden. Zu den erstattungsfähigen Zahlungen gehören sowohl das ausgezahlte Kurzarbeitergeld als auch die darauf entfallenden und vom Arbeitgeber abgeführten Sozialversicherungsbeiträge in voller Höhe. Dem zu Folge trägt der Arbeitgeber während der Kurzarbeit keine Lohnkosten für die ausgefallene Arbeitszeit der Mitarbeiter.    

Wie wird das Kurzarbeitergeld berechnet?

Aus welchen Faktoren setzt sich nun das letztendliche Kurzarbeitergeld zusammen? Hier spielt vor allem der pauschalierte Netto-Entgeltausfall eine Rolle. Wenn beim Arbeitnehmer  ein Kind in den Lohnsteuerabzugsmerkmalen geführt wird, so ist mit einem Kurzarbeitergeld von 67% zu rechnen. Alle anderen Arbeitnehmer erhalten 60 % vom Ausfall.

Diese Angaben galten bereits vor der Corona Krise und auch durch die aktuellen Veränderungen sind sie konstant und dienen den Unternehmern als ein hilfreicher Anhaltspunkt. 

Kurzarbeitergeld – ein Risiko für die Unternehmer?

Die aktuelle Situation erfordert in den verschiedensten Bereichen der Arbeitswelt Änderungen. Auch die Unternehmer müssen sich nun mit dem Kurzarbeitergeld, den Bedingungen und den mit Kurzarbeit zusammenhängenden bürokratischen Hürden beschäftigen. 

Um das Kurzarbeitergeld nicht zu einem klaren Risiko werden zu lassen, gilt es, die Situation professionell zu meistern und sich einen Experten zur Hilfe zu holen. So kann sichergestellt werden, dass alle Hürden der Kurzarbeit sowohl für den Unternehmer selbst, als auch für die Mitarbeiter überwunden werden können. 

Bei Fragen oder Hilfe hinsichtlich der Kurzarbeit können sich Unternehmer jederzeit an unsere Kanzlei wenden und eine kostenfreie Erstberatung in Anspruch nehmen.